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"PERCUSSION CREATIV"


Das Info-Magazin des grössten Deutschen Schlagzeuger-Verbands Ausgabe
03.2006, Rubrik "Neue Noten" (Janine Schmidt)


Mit diesem Heft hat der Schweizer Percussionist Stephan Rigert einen weiteren Teil seines umfassenden Übungsprogramms für lateinamerikanische- und afrikanische Schlaginstrumente herausgebracht. Nach verschiedenen Werken über Techniken, traditionelle Rhythmen und Solo-Techniken für Conga und Djembe, veröffentlicht er diesmal 10 moderne Percussionarrangements für lateinamerikanische und westafrikanische Trommeln und Kleinpercussion. Im Vordergrunds steht hier - wie der Titel des Hefts schon sagt - der kreative, nicht traditionsgebundene Umgang mit den Instrumenten. Die meisten der arrangierten Rhythmen stammen nicht aus dem üblichen traditionellen Repertoire, sondern Stilrichtungen wie Funk, Hip-Hop, Reggae, Jungle, Diosco-Reggae, usw. Beim Afro-Samba vereint Stephan Rigert Elemente der westafrikanischen und der brasilianischen Musik, zudem gibt es noch 2 Stücke in odd metres (5/8 & 7/8), einen vereinfachten Tumabao und einen 6/8. Jeder Stil wird kurz musikhistorisch beleuchtet, ausserdemaußerdem erläutert der Autor jeweils seine Umsetzung für das Percussionensemble. So werden Gitarre, Bass, Drumset, Keyboard und Elemente des Gesang auf die verschiedenen Rhythmusinstrumente umgelegt, wodurch die Ensemblestücke aus bis zu neun verschiedenen Stimmen bestehen, sich also gut für grösseregrößere Gruppen eignen. Zu den meisten Rhythmen gibt es einen kleinen Break oder einen zweiten Teil. Ausdrücklich vom Autor erwünscht ist die Ergänzung durch eigene Figuren, Intros, Breaks usw. Auf der beiliegenden CD sind sämtliche Arrangements einmal vollständig und einmal als play-along-Version enthalten, zusätzlich sind zwei stücke zu hören, die zeigen, wie verschiedenen Holz- bzw. Metalleffektinstrumente klangmalerisch eingesetzt werden können um Stimmungen zu erzeugen. Wie auch bei den ausgeschriebenen Arrangements, zeigt ein Foto im Buch jeweils alle eingesetzten Instrumente. Die Stücke eignen sich für mittlere und fortgeschrittene Gruppen, wobei meist die einzelnen Stimmen nicht schwer zu erlernen sind, das Zusammenspiel aber sicher nicht so ohne ist. Empfehlenswert für alle, die mit ihrer Gruppe mal was nicht traditionelles spielen wollen und nicht so recht wissen, wie sie da ran gehen sollen!